Kampf gegen Holzwürmer

Kleine Löcher in antiken Möbeln lösen Entsetzen aus. Schuld ist meistens der Gemeine Nagekäfer – genauer: seine Larve. Die Larven leben zwei bis acht Jahre im Holz, bevor sie sich verpuppen und das Holzstück verlassen. Das heißt: Ihnen bleibt genügend Zeit, um Schaden anzurichten.

©Nordreisender-fotolia.com

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Der Schädling ist bei seiner Nahrungssuche nicht wählerisch. Viel wichtiger als die Holzsorte ist die Holzfeuchte und die Temperatur des Raums. Hohe Temperaturen und trockenes Holz mag der Holzwurm nicht. Ebenso wenig mag er zu nasses Holz. Deswegen findet man ihn nicht in beheizten Wohnräumen oder bewitterten Außenbereichen. Der Schädling bevorzugt gemäßigte bis kühle Temperaturen und eine Holzfeuchte ab 14 Prozent. Die Raumluftfeuchte muss ca. 55 bis 60 Prozent betragen, damit er sich wohlfühlt.

Wie werde ich den Holzwurm los?

Bei kleinen Holzmöbeln oder einzelnen Holzelementen kann man auf natürliche Weise gegen den Schädling vorgehen. Das Holzstück muss für eine Stunde über 55 Grad erhitzt werden, damit der Holzwurm stirbt. Dazu kann der Backofen oder eine Sauna zum Einsatz kommen. Im Sommer eignet sich ebenfalls der Innenraum eines Autos. Handelt es sich um größere Holzstücke, gibt es spezielle Klimakammern zur Möglichkeit der Erhitzung. Eine langsamere Alternative ist, das Holzstück in einen beheizten Raum zu stellen und zu warten, bis das Holz trocken genug ist.

Bei großen Holzkonstruktionen, wie Dachbalken oder Decken, hilft oft nur eine chemische Lösung. Hierbei sollten die Sicherheitshinweise der Mittel stets beachtet werden. Wir beraten Sie gerne bei der Wahl und Anwendung des richtigen Holzschutzmittels. Zudem stehen wir Ihnen bei der Vorbeugung gegen den Schädling zur Seite: Holzlasuren sind wasserabweisend und bieten einen UV Schutz. Somit kann das Holz nicht feucht genug für den Holzwurm werden und er nistet sich nicht ein.

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