Das richtige Holz für Ihr Projekt

Die Formbarkeit, Widerstandsfähigkeit und Ästhetik machen Holz zum beliebtesten Arbeitsmaterial. Doch Holz ist nicht gleich Holz. Man spricht von etwa 25.000 bekannten Holzarten, von denen rund 1.000 gehandelt werden. Die verschiedenen Arten haben unterschiedliche Eigenschaften und finden daher in zahlreichen Bereichen Anwendung. Welche Holzart eignet sich für den Außenbau, welche für den Innebau? Welche Farbe hat Mahagoni, welche Eiche? Wir stellen euch Eigenschaften und Anwendungsbereiche der bekanntesten und beliebtesten Holzarten vor.

©Shutter81 - fotolia.de

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Ahorn

Eigenschaften: sehr hell, weißlich, mittelhart bis hart, leicht zu verarbeiten

Verwendung:
Ahorn ist ein Edelholz und kaum witterungsfest. Daher wird es hauptsächlich im Innenbereich eingesetzt. Vor allem wegen der Farbe und Maserung sowie der Widerstandsfähigkeit gegenüber Abnutzung findet es man oft bei hochwertigen Möbeln, Tischplatten, Parkett, als Verkleidung oder beim Treppenbau wieder.

Birke

Eigenschaften: gelblich, hart, elastisch, geringes Gewicht

Verwendung:
Durch seinen hohen Brennwert verwendet man Birke häufig als Brenn- und Kaminholz. Seltener findet man es in Möbeln verarbeitet wieder. Jedoch eignet sich das Holz gut für Sperrplatten. Es ist sehr anfällig für Pilz- und Insektenbefall und eignet sich daher nicht für den Außenbereich.

Buche

Eigenschaften: gelblich, hart, sehr fest und haltbar

Verwendung:
Buche ist ein wahres Allzweckwunder. Durch seine Härte und Widerstandsfähigkeit findet es sich in nahezu allen Bereichen wieder. Als Möbel, Boden, Treppe und auch als Brenn- und Kaminholz.

Eiche

Eigenschaften: hart, bräunlich, robust, witterungsbeständig

Verwendung:
Die Eiche eignet sich durch ihre Robustheit sowohl für den Innen- als auch Außenbereich. Schreiner greifen bei Parkett aber auch bei hochwertigen Möbeln auf das Holz zurück. Außerdem hat es ähnlich wie die Buche und Birke einen hohen Brennwert und eignet sich hervorragend als Brenn- und Kaminholz. Vorsicht bei Metallen: Das Holz enthält Gerbsäure. Metalle können rosten und das Holz verfärben.

Esche

Eigenschaften: gelblich, fest und hart, elastisch

Verwendung:
Die Esche hat die besonderen Eigenschaften, dass ihr Holz fest und elastisch zugleich ist. So eignet sich das Holz besonders gut für Parkett und Dielenboden. Es findet sich oft als Stiel wie bei Hammer, Äxten oder Gartengeräten wieder.

Fichte

Eigenschaften: gelblich, weich, vielseitig, günstig

Verwendung:
Deckenbalken, Verschalungen oder Blindholz: Das Holz der Fichte findet sich meist als Konstruktionsholz im Innenbau wieder. Außerdem findet es bei dem Neu- und Ausbau von Dachstühlen Verwendung. Dies liegt daran, dass es besonders schnell nachwächst und daher günstig ist. Daher stellt man daraus auch Papier und andere Zellstoffe her.

Kiefer

Eigenschaften: rot-braun, weich, günstig, vielseitig

Verwendung:
Das viel verwendbare Nadelholz findet Verwendung als Konstruktions- und Ausstattungsholz. Seine lange Haltbarkeit und die hohe Tragfähigkeit dienen Türen, Fenstern und Fassaden. Als Boden oder Treppe eignet es sich durch seine weiche Eigenschaft eher weniger. Außerdem funktioniert es hervorragend als Brennholz.

Kirsche

Eigenschaften: rot-braun, hart, attraktive Oberflächenstruktur

Verwendung:
Kirschholz gilt als Edelholz. Durch seine besondere Farbe ist es ein beliebtes Holz für die Herstellung von hochwertigen Möbeln. Man findet es aber auch als dekorative Wand- oder Deckenverkleidung wieder. Kirschholz ist ein beliebtes Material für Insturmente.

Mahagoni

Eigenschaften: bräunlich, langlebig, witterungsbeständig

Verwendung:
Das tropische Edelholz ist sehr Witterungsbeständig, wird doch hauptsächlich für den Möbelbau und Innenausbau verwendet. Da es jedoch nicht sehr anfällig für Pilze oder Insekten ist, eignet es sich hervorragend für Gartenmöbel oder Bodenbeläge im Außenbereich. Man findet das Holz außerdem oft als Instrument oder als Bootskörper für Yachten und Schiffe wieder.

Wenge

Eigenschaften: schwärzlich, hart

Verwendung:
Das tropische Holz hat eine außergewöhnliche Farbe und wird dafür im Möbelbau und Innenausbau, zum Beispiel für Parkett verwendet.

Steht ein neues Projekt an und Sie wissen nicht welche Holzart die richtige ist? Sprecheen gerne weiter.

Richtige Pflege für Holzmöbel und -böden

Massivholzmöbel liegen im Trend. Das frühere „Öko-Image“ längst vergessen, setzen heute viele Einrichtungsfanatiker wieder Akzente aus Holz. Gute Idee, denn Massivholzmöbel sind schön und schlau: Individuelle Maserungen und die Fähigkeit, Feuchtigkeit aufzunehmen und wieder abzugeben, zeichnen Massivholzmöbel aus.

Ob Holzfußboden oder –möbel: Wenn Massivholz verarbeitet wurde, benötigt es anschließend gute und regelmäßige Pflege. Dann werden Sie sich lange an Ihrem hölzernen Interieur erfreuen können.

Damit Ihr Holzboden seine Ausstrahlung lange behält, ist es ratsam, ihn zu versiegeln. Allgemein eignet sich Holzöl sehr gut dafür. Es macht Ihren Boden wasserdicht und robust, wenn Sie es richtig auftragen. Wer seinen Boden verwöhnen möchte, der benutzt Hartöl. Die Kombination aus Wachs und Öl nährt und versiegelt zugleich. Klarlacke sind für Holzböden eher ungeeignet. Da Fußböden in der Regel stark beansprucht werden, würde der Klarlack hier zu schnell abnutzen.  Alternativ gibt es spezielle Acryllacke, die Sie auf Ihrem Holzboden anwenden können. Lacke auf Acrylbasis sind strapazierfähiger, was Wasser oder Haushaltsreiniger angeht. Generell ist darauf zu achten, wie stark der jeweilige Holzboden beansprucht wird, bevor Versiegelungen auf Öl- oder Lackbasis ausgewählt werden.

©fotoknips - fotolia.de

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Werden Sie mit Ihren Holzmöbeln alt

Genau wie der Fußboden brauchen auch Massivholzmöbel Pflege. Hier ist es jedoch etwas einfacher, denn Sie werden nicht täglich beansprucht. Neben Öl oder Wachs können Sie Holzmöbel ohne Probleme mit Lacken versiegeln. Verschiedene Farben verleihen Ihren Möbeln einen eigenen Charakter und machen sie gleichzeitig robust und pflegeleicht. Lackierte Massivholzmöbel lassen sich ganz einfach feucht abwischen.

Übrigens: Massivholzmöbel bestehen immer aus komplett unverändertem Holz. Das regelt die DIN-Norm 68871. Im Fachgeschäft finden Sie Massivholzmöbel oft unter der Bezeichnung Vollholz.

Regelmäßige Pflege hält Ihre Fußböden und Möbel lange schön und robust. Auch wenn Sie zuerst etwas mehr investieren müssen, profitieren Sie anschließend von der Langlebigkeit der Möbel. Bei guter Pflege halten Massivholzmöbel oft ein Leben lang.

Der Gesundheit zuliebe: massive Veränderungen

Jeder möchte möglichst lange gesund bleiben. Faktoren, die eine wichtige Rolle spielen: Ernährung, Bewegung und Erholung. Der Wohlfühlfaktor im eigenen Heim entscheidet, ob man am Ende des Tages entspannen kann.

Massivholzmöbel beeinflussen das Klima im Eigenheim enorm. Die einst so verstaubten Möbel, die lange als altmodisch und schwer galten, sind wieder im Trend. Mit massiven Holzmöbeln setzt man heute Akzente und tut sich gleichzeitig etwas Gutes.

© poplasen

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Holz im Wohnbereich: positiver Einfluss auf das Raumklima

Massivholzmöbel sind gesund. Durch ihre Struktur können sie aus der Raumluft viele Schadstoffe aufnehmen und festhalten. Sie nehmen Feuchtigkeit auf und geben sie bei Bedarf wieder ab. Auf diese Weise tragen die Möbelstücke zum Klima und somit auch zum Wohlbefinden bei. Mit Massivholzmöbeln atmet man gerne durch, denn der Feuchtigkeitsgehalt der Luft ist durchgehend im grünen Bereich.

Auch bei Allergikern sind Massivholzmöbel beliebt. Durch die einzigartige Verarbeitung lagert sich auf den Möbelstücken nur wenig Staub ab. Bedeutet im Umkehrschluss: Weniger Staub wischen und gleichzeitig weniger Niesanfälle.

Massivholzmöbel wirken im Vergleich recht teuer. Doch sie sind ihren Preis wert. Kein anderes Möbelstück hat die Fähigkeit, das Raumklima so nachhaltig zu verbessern.

Meisterwerke aus Holz: die Renaissance der Holzdecke

In den 60er Jahren hatte die Holzdecke ihre prominenteste Zeit und hat sich bis heute, trotz altmodischem Image, nie ganz verabschiedet. Viele kenne sie aus dem Haus ihrer Großeltern. Damals hat sie die dort herrschende Wärme und Geborgenheit untermalt.

beautiful modern attic interior. 3d design concept.

© Victor Zastol’skiy

Altmodisch? Negative Meinungen zur Holzdecke sind längst überholt. Heute gibt es sie in vielen Farben, Formen und für nahezu jeden Geschmack in der passenden Variante.

Die zahlreichen Vorteile sprechen für sich. Angefangen bei der Akustik: Schrille Geräusche werden geschluckt und der Trittschall gemindert. Drüber hinaus verbessert eine Holzdecke das Raumklima. Überschüssige Feuchtigkeit wird aufgenommen und bei Bedarf wieder abgegeben. Das regelt die Holzdecke von alleine und der Luftfeuchtigkeitsmesser wird überflüssig. Nicht zu vergessen ist der ökologische Faktor: Bei der Holzverarbeitung fallen nur wenig Abfallstoffe an. Das macht sie zu einer umweltbewussten Alternative im Gegensatz zu Kunststoffen.

Modern, puristisch, edel oder traditionell: Diese Wörter benutzen heutige Holzdecken-Fans, wenn Sie über die verschiedenen Typen sprechen. Ein schlichtes, weißes Interieur wird durch eine glatte, dunkelbraune Holzdecke perfekt in Szene gesetzt. Das Gesamtbild wirkt dadurch edel und hochwertig. Eine rustikale Holzdecke, deren Maserung durchscheint, verleiht einer schlichten Einrichtung Wärme. Mit Teilverkleidungen können Sie Besonderheiten in der Baustruktur hervorheben und somit unscheinbare Erker zu neuem Leben erwecken.

Damals und auch Heute: Wussten die Leute das Aussehen und die Vorteile der Holzdecke zu schätzen. Was damals Trend war, kommt immer wieder zurück, so auch die Holzdecke.

Übrigens: Hier und hier ein paar Impressionen, wie Holzdecken heutzutage aussehen können.