Richtige Pflege für Holzmöbel und -böden

Massivholzmöbel liegen im Trend. Das frühere „Öko-Image“ längst vergessen, setzen heute viele Einrichtungsfanatiker wieder Akzente aus Holz. Gute Idee, denn Massivholzmöbel sind schön und schlau: Individuelle Maserungen und die Fähigkeit, Feuchtigkeit aufzunehmen und wieder abzugeben, zeichnen Massivholzmöbel aus.

Ob Holzfußboden oder –möbel: Wenn Massivholz verarbeitet wurde, benötigt es anschließend gute und regelmäßige Pflege. Dann werden Sie sich lange an Ihrem hölzernen Interieur erfreuen können.

Damit Ihr Holzboden seine Ausstrahlung lange behält, ist es ratsam, ihn zu versiegeln. Allgemein eignet sich Holzöl sehr gut dafür. Es macht Ihren Boden wasserdicht und robust, wenn Sie es richtig auftragen. Wer seinen Boden verwöhnen möchte, der benutzt Hartöl. Die Kombination aus Wachs und Öl nährt und versiegelt zugleich. Klarlacke sind für Holzböden eher ungeeignet. Da Fußböden in der Regel stark beansprucht werden, würde der Klarlack hier zu schnell abnutzen.  Alternativ gibt es spezielle Acryllacke, die Sie auf Ihrem Holzboden anwenden können. Lacke auf Acrylbasis sind strapazierfähiger, was Wasser oder Haushaltsreiniger angeht. Generell ist darauf zu achten, wie stark der jeweilige Holzboden beansprucht wird, bevor Versiegelungen auf Öl- oder Lackbasis ausgewählt werden.

©fotoknips - fotolia.de

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Werden Sie mit Ihren Holzmöbeln alt

Genau wie der Fußboden brauchen auch Massivholzmöbel Pflege. Hier ist es jedoch etwas einfacher, denn Sie werden nicht täglich beansprucht. Neben Öl oder Wachs können Sie Holzmöbel ohne Probleme mit Lacken versiegeln. Verschiedene Farben verleihen Ihren Möbeln einen eigenen Charakter und machen sie gleichzeitig robust und pflegeleicht. Lackierte Massivholzmöbel lassen sich ganz einfach feucht abwischen.

Übrigens: Massivholzmöbel bestehen immer aus komplett unverändertem Holz. Das regelt die DIN-Norm 68871. Im Fachgeschäft finden Sie Massivholzmöbel oft unter der Bezeichnung Vollholz.

Regelmäßige Pflege hält Ihre Fußböden und Möbel lange schön und robust. Auch wenn Sie zuerst etwas mehr investieren müssen, profitieren Sie anschließend von der Langlebigkeit der Möbel. Bei guter Pflege halten Massivholzmöbel oft ein Leben lang.

Einbruchschutz an Fenstern und Türen

Statistisch gesehen dringen die meisten Einbrecher durch die Eingangs- oder Hintertür ein. Mit der richtigen Vorsorge kann man sich vor Einbrechern schützen. Doch auch Fenster werden von den unerwünschten Eindringlingen immer häufiger als Einbruchsstelle gewählt. Ob Tag oder Nacht, wenn das Fenster auf kipp steht, ist es schnell passiert und der Einbrecher ist im Haus. Dabei legen sie besonderes Augenmerk auf kleine Schwachstellen. Minderwertige Schließbleche, vorstehende Zylinder oder abschraubbare Türschilder sind keine Hindernisse mehr. Schraubenzieher reichen aus, um schlecht gesicherte Türen und Fenster zu knacken.

Einbrecher knacken Fenster auf © AA+W

Aufrüsten und Schützen kann man sowohl Fenster als auch Türen. Man unterscheidet dabei zwischen bereits verbauter Einbruchhemmung oder Einbruchschutz zum Nachrüsten. Die Zertifizierung, die für Fenster und Türen vorliegt, lautet DIN EN 1627. Rahmen, Beschlag und Verglasung sind bei dieser Zertifizierung auf Einbruchhemmung geprüft. Innerhalb der Zertifizierung wird zwischen sieben RC-Widerstandsklassen unterschieden.

RC 1 bis RC 3 finden im privaten Bereich Anwendung. Fenster und Türen, die man grundsätzlich empfehlen kann, sind die der Widerstandsklasse RC 2. Fenster beinhalten Pilzkopfzapfen, einbruchhemmende Verglasung und zumeist einen abschließbaren Fenstergriff. Türen sind in Bezug auf ihre Gesamtkonstruktion mit Türblatt, Zarge, Schloss und Beschlag geprüft. Die Widerstandsklasse für den privaten Bereich hält einer Einbruchzeit von bis zu fünf Minuten stand. Häufig benutze Hilfsmittel: Schraubendreher, Zangen, Kuhfüße und Keile.

Möchte man nachträglich aufrüsten, empfiehlt die Polizei insbesondere den Schutz gegen Aufhebeln sowie abschließbare Fenstergriffe, die einem Drehmoment von 100 Nm standhalten. Für Türen empfiehlt die Polizei Zylinderschlösser, die als Mehrfachverriegelung geprüft sind. Ein Türspion und eine Freisprechanlage gegebenenfalls in Kombination mit einer Videokamera geben weitere Sicherheit.

Die Widerstandsklassen 4 – 6 werden von der Polizei im gewerblichen Bereich empfohlen. Hier ist der Einbruchschutz höher und hält auch härteren Hilfsmitteln stand. Bohrmaschinen oder Stichsägen werden durch die Widerstandsklassen 4 – 6 bis zu 20 Minuten aufgehalten.

Allgemein kann man sagen, dass man dem Einbrecher keine offensichtlichen Einladungen unter die Nase reiben sollte. Heruntergelassene Rollläden signalisieren immer, dass niemand zu Hause ist. Fenster auf kipp sind schnell geöffnet und zugezogene Türen lassen sich für Einbrecher einfach mit einer Karte öffnen. Bei Fragen rund um das Thema Sicherheit kann Sie die Tischlerei Wallbrecht ausführlich beraten.